Die Seebestattung Kopie

Das Meer als letzte Ruhestätte
Das Meer als letzte Ruhestätte

Der Sterbefall Besteht der Wunsch der/des Verstorbenen auf See bestattet zu werden, ist hierfür eine schriftliche Willenserklärung erforderlich. Sollte diese bei Eintritt des Sterbefalls nicht vorliegen, kann sie auch durch die Hinterbliebenen unterzeichnet werden.

Die Einäscherung Der mit dem Sterbefall betraute heimische Bestatter veranlasst die Einäscherung. Nach Erteilen des Auftrags zur Seebestattung fordert die Reederei die Urne mit der Asche der/des Verstorbenen beim zuständigen Krematorium zur Seebestattung an.

Die Seeurne Nach Erhalt der Krematoriumsurne wird die Asche durch die Reederei in eine von Ihnen ausgewählte Seeurne umgebettet. Gesetzlich zugelassene Seeurnen müssen sich binnen 24 Stunden auflösen, weshalb sie aus einem speziellen Material gefertigt sind.(eventuell ein paar Seeurnen als Fotos einfügen)

Der Blumenschmuck Die Seeurne wird am Tag der Beisetzung an Bord des Bestattungsschiffes überführt und dort stilvoll, dem Anlass entsprechend, aufgebahrt. Ihre individuellen Wünsche hinsichtlich des Blumenschmucks und der Handsträuße werden vorab mit Ihnen besprochen.

Der Tag der Bestattung  Am Tag der Seebestattung werden Sie persönlich vom Kapitän an Bord des Bestattungsschiffs begrüßt. Während der Fahrt von Ihrem gewünschten Abfahrtshafen zur Beisetzungsposition haben Sie die Möglichkeit der/des Verstorbenen in aller Ruhe zu gedenken.

Die Trauerrede Bei Erreichen der Beisetzungsposition versammelt sich die Trauergesellschaft an Deck. Dort hält der Kapitän eine Rede, bei der auch gerne persönliche Wünsche eingebunden werden. Alternativ können von einigen deutschen Abfahrtshäfen auch geistliche Trauerredner angeboten werden.

Die Beisetzung Ob in Stille oder mit musikalischer Untermalung, übergibt der Kapitän die Urne dem Meer. Die Urne versinkt, der Kranz schwimmt auf und kennzeichnet die Bestattungsposition. Nun schlägt der Kapitän acht Glasen mit der Schiffsglocke. Dies bedeutet in der traditionellen Segelschifffahrt Wachwechsel und steht bei einer Seebestattung symbolisch für das Verlassen der Urne vom Schiff.

Der letzte Gruß Nach Ertönen des Schiffshorns zieht das halbmastbeflaggte Bestattungsschiff einen Kreis um die Beisetzungsstelle als Ehrerweisung. Neben den Blumen der Trauergäste, gilt dies als letzter Gruß dem Verstorbenen. Anschließend wird wieder Kurs auf den Heimathafen genommen.

Die Bewirtung an Bord Auf einigen Bestattungsschiffen hat man die Möglichkeit, Sie bei der Rückkehr in den Hafen zu bewirten. Dabei steht Ihnen ein vielfältiges Angebot an süßen, herzhaften und gemischten Platten zur Auswahl. So können Sie gemeinsame Erinnerungen mit den anderen Trauergästen austauschen und dadurch positive Gedanken sammeln.

Die Seegrabmappe Je nach Bestattungsgebiet erhalten Sie bei der Rückfahrt direkt an Bord, oder wenige Tage später per Post, eine Seegrabmappe. Darin finden Sie einen Auszug aus dem Schiffstagebuch und einen Seekartenausschnitt, auf dem die exakte Beisetzungsposition vermerkt ist. Bei einigen Abfahrtshäfen wird der Seegrabmappe zusätzlich ein Foto von der Seeurne beigefügt.

Die Erinnerung Viele Hinterbliebene verspüren den Wunsch, die letzte Ruhestätte auch nach einer Seebestattung zu besuchen. Aus diesem Grund werden ganz individuelle  Gedenkfahrten angeboten.Auch an Land kann der Name der verstorbenen Person in Ehren erhalten bleiben. Auf Wunsch können Sie an einer Stele eine persönliche Gedenktafel für die Dauer von 10 Jahren anbringen lassen.